Krebse und Krabben erobern immer mehr Aquarien – und das zurecht. Die faszinierenden Panzertiere bestechen durch ihr abwechslungsreiches Verhalten, ihre oft spektakulären Farben und ihre relativ pflegeleichte Haltung. Ob winzige Zwergkrebse, die emsig durch den Bodengrund kreuzen, oder imposante Vampirkrabben mit ihren leuchtend violetten Scheren – diese Wirbellosen bringen Bewegung und Charakter ins Becken.
In diesem ultimativen Guide erfährst du alles, was du als Einsteiger 2026 über die Haltung von Krebsen und Krabben wissen musst: von der Artenauswahl über die Beckeneinrichtung bis hin zur erfolgreichen Nachzucht. Wir räumen mit den häufigsten Mythen auf und zeigen dir, wie du deinen Panzertieren ein artgerechtes Zuhause schaffst.
Der besondere Reiz von Krebsen und Krabben
Was macht Krebse und Krabben so besonders? Anders als die meisten Fische sind sie aktive Bodenbewohner mit ausgeprägtem Erkundungsdrang. Sie klettern über Wurzeln, schichten den Bodengrund um und beobachten neugierig das Geschehen außerhalb des Aquariums. Viele Arten zeigen ein faszinierendes Sozialverhalten – von der Balz über die Brutpflege bis hin zu scheinbar strategischen Nestbauten.
Ein weiterer Vorteil: Die meisten Krebse und Krabben stellen geringere Ansprüche an die Wasserqualität als empfindliche Zierfische. Sie verzeihen den einen oder anderen Anfängerfehler und sind gleichzeitig robust genug für lange Transporte. Mit der richtigen Vorbereitung kannst du bereits wenige Wochen nach der Neuaufnahme deines Beckens die ersten Panzertiere einsetzen.
Die beliebtesten Arten im Überblick
Die Auswahl an krebs- und krabbenartigen Wirbellosen fürs Aquarium ist groß. Wir stellen dir die sechs wichtigsten Gruppen und Arten vor, die sich besonders für Einsteiger eignen.
Zwergkrebse – die kleinen Panzertitanen
Zwergkrebse der Gattung Cambarellus sind mit 3–4 cm Körpergröße die absoluten Lieblinge der Aquaristik-Szene. Sie benötigen vergleichsweise wenig Platz und lassen sich auch in Nano-Becken ab 30 Litern halten.
Red Fire Zwergkrebs (Cambarellus patzcuarensis) – Der mit Abstand beliebteste Zwergkrebs. Seine leuchtend orangerote Färbung macht ihn zu einem echten Hingucker. Er wird maximal 4 cm groß und fühlt sich in Becken ab 30 Litern wohl. Die Haltungstemperatur liegt bei 20–25 °C, der pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5. Red Fire Zwergkrebse sind friedlich und können gut mit kleinen Fischen und Garnelen vergesellschaftet werden.
CPO – Orange Zwergkrebs (Cambarellus patzcuarensis "Orange") – Eine Farbvariante des Red Fire mit besonders intensivem Orange. Gleiche Haltungsbedingungen, gleiche friedliche Natur. Ein Klassiker für jedes Gesellschaftsbecken.
Gelber Zwergkrebs (Cambarellus montezumae) – Mit seinem sonnengelben Panzer eine echte Rarität. Etwas scheuer als der Red Fire, aber ebenso pflegeleicht. Temperatur 18–25 °C.
Flusskrebse – die Großen im Becken
Flusskrebse werden deutlich größer (10–20 cm) und benötigen entsprechend mehr Platz. Für Einsteiger empfehlen sich die folgenden Arten:
Blauer Florida-Krebs (Procambarus alleni) – Ein spektakulär blau gefärbter Krebs, der in den Sümpfen Floridas beheimatet ist. Er wird 10–12 cm groß und braucht ein Becken ab 100 Litern. Er ist ein robuster Allesfresser, der Temperaturen von 18–26 °C verträgt. Vorsicht: Er liebt es zu graben und kann Pflanzen entwurzeln.
Marmorkrebs (Procambarus virginalis) – Eine der faszinierendsten Krebsarten überhaupt: Er pflanzt sich parthenogenetisch fort – das heißt, jedes Tier ist weiblich und kann ohne Befruchtung Nachwuchs produzieren. Marmorkrebse werden 10–15 cm groß und benötigen ein Becken ab 80 cm Länge. Sie sind äußerst robust und verzeihen auch mal schwankende Wasserwerte.
Vampirkrabbe – der Star unter den Krabben
Die Vampirkrabbe (Geosesarma dennerle) ist mit ihren leuchtend violetten Scheren und den gelben Augen wohl die spektakulärste Krabbe fürs Aquarium. Sie stammt von der indonesischen Insel Java und lebt dort in feuchten Wäldern entlang von Bachläufen.
Vampirkrabben sind amphibisch – sie brauchen sowohl Wasser als auch Land. Ein Paludarium oder Aquaterrarium mit einem Landteil von mindestens 50 % der Grundfläche ist daher Pflicht. Die Wassertemperatur sollte 24–28 °C betragen. Sie werden nur 2–3 cm groß und sind rein pflanzliche Allesfresser mit Vorliebe für Frostfutter, Falllaub und Algen.
Wichtig: Vampirkrabben können nicht dauerhaft unter Wasser leben. Ohne Landteil ertrinken sie. Stelle flache Klettersteige aus Wurzeln, Steinen oder Korkröhren zur Verfügung, die aus dem Wasser ragen.
Fächerkrabbe – die Filterkünstlerin
Die Fächerkrabbe (Atyoida pilipes, Syn. Atya gabonensis) ist eine der ungewöhnlichsten Krebse überhaupt. Statt aktiv zu jagen, filtert sie mit ihren fächerartigen Borsten am Mundwerkzeug Plankton, Schwebalgen und feinste Partikel aus dem Wasser.
Fächerkrabben benötigen ein gut eingefahrenes Becken mit steady Planktonangebot. Sie werden 6–8 cm groß und brauchen ein Becken ab 60 cm Länge. Die Temperatur sollte 22–28 °C betragen. Sie sind absolute Friedfertige und können mit jeder Art von Kleinfischen und Garnelen vergesellschaftet werden.
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Für die artgerechte Haltung von Krebsen und Krabben brauchst du die richtige Technik: leistungsstarke Filter, geeignete Heizungen und hochwertiges Futter.
👉 Krebs-Zubehör bei Amazon entdeckenBeckeneinrichtung – So wird das Zuhause perfekt
Die Einrichtung eines Krebs- oder Krabbenbeckens unterscheidet sich in einigen Punkten von einem reinen Fischaquarium. Hier die wichtigsten Aspekte:
Beckengröße und -form
Für Zwergkrebse reicht ein Becken ab 30 Litern (z. B. 40 × 25 × 30 cm). Flusskrebse benötigen mindestens 100 Liter, besser 150–200 Liter, da sie viel Grundfläche zum Durchstreifen brauchen. Krabben (vor allem Vampirkrabben) benötigen ein Paludarium ab 40 cm Länge – die genaue Größe hängt von der Anzahl der Tiere ab.
Bodengrund
Krebse und Krabben sind passionierte Gräber. Ein feinkörniger Bodengrund (Sand oder feiner Kies, Korngröße 1–2 mm) ist ideal. Vermeide scharfkantigen Kies, an dem sich die Tiere verletzen könnten. Eine Schichthöhe von 5–7 cm ermöglicht Höhlenbau und bietet genug Tiefe für eingegrabene Wurzeln.
Versteckmöglichkeiten
Rückzugsmöglichkeiten sind für Krebse und Krabben überlebenswichtig. Während der Häutung sind sie extrem verletzlich und suchen Schutz vor Fressfeinden und Artgenossen. Platziere:
- Tonröhren – in verschiedenen Größen erhältlich, perfekte Höhlen
- Kokosnusshälften – natürliche Verstecke mit rauer Oberfläche
- Wurzeln (Moorkien, Mangroven) – bieten Höhlen und Klettermöglichkeiten
- Steinaufbauten – mit Stabilisierungsleim gesicherte Steinplattenhöhlen
- Laub (Seemandelbaum-, Buchenlaub) – dient als Deckung und Futterbasis
Technik
Die technische Ausstattung ähnelt der eines normalen Aquariums, mit einigen Besonderheiten:
- Filter: Ein Innen- oder Außenfilter mit Strömungsdämpfer. Krebse mögen keine starke Strömung. Ein Schwammfilter ist für Zuchtbecken optimal, da Jungtiere nicht eingesaugt werden.
- Heizung: Ein Heizstab mit 50–100 Watt, je nach Beckengröße. Für Zwergkrebse reichen 22–25 °C, Flusskrebse mögen 20–24 °C.
- Beleuchtung: Standard-LED-Beleuchtung. Krebse und Krabben haben keine besonderen Lichtansprüche, die Beleuchtung dient primär den Pflanzen.
- Abdeckung: Besonders wichtig! Krebse und Krabben sind Ausbruchskünstler. Eine dichte Abdeckung mit Kabeldurchführungen ist Pflicht – sonz hast du schon bald einen Krebs auf dem Wohnzimmerteppich.
Die häufigste Todesursache bei Krebsen und Krabben ist nicht Krankheit, sondern der Ausbruch aus dem Becken. Eine gut schließende Abdeckung aus Glas oder Plexiglas rettet Leben. Kleine Spalten an Filter- und Kabeldurchlässen unbedingt mit Schwämmen oder Kabeldurchführungen verschließen.
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Von leisen Außenfiltern über zuverlässige Heizer bis zu passenden Beckenabdeckungen – hier findest du die richtige Technik.
👉 Filter & Technik bei AmazonVergesellschaftung – Wer passt zu wem?
Die Vergesellschaftung von Krebsen und Krabben mit Fischen und Garnelen ist möglich, aber sie will gut überlegt sein. Hier die wichtigsten Regeln:
Mit Fischen
Kleine, friedliche Fische sind ideale Beckenpartner für Zwergkrebse und Krabben. Geeignet sind:
- Microdevario kubotai – Zierliche Schwarmfische, die im Mittelwasser bleiben
- Boraras brigittae – Zwergbärblinge, zu klein um Krebsen zu schaden
- Corydoras-Panzerwelse – Bodenbewohner, die sich gut ergänzen
- Otocinclus – Algenfresser, die von Krebsen meist ignoriert werden
Nicht geeignet sind große, räuberische Fische (Cichliden, Skalare, große Salmler) und Langsamflosser mit langen Flossen (Schleierschwänze, Fadenfische), an denen Krebse gerne zupfen.
Mit Garnelen
Die Vergesellschaftung von Zwergkrebsen mit Garnelen ist ein heiß diskutiertes Thema. Grundsätzlich gilt: Ja, es ist möglich – aber mit Einschränkungen. Zwergkrebse wie der Red Fire jagen aktiv nach wirbelloser Beute. Große Garnelen (Amanogarnelen, Fächergarnelen) werden meist in Ruhe gelassen. Kleine Zwerggarnelen (Red Cherry, Blue Dream) stehen dagegen auf dem Speiseplan. Ein dicht bepflanztes Becken mit vielen Moosen und Verstecken gibt den Garnelen eine Überlebenschance.
Amanogarnelen (Caridina multidentata) sind besonders robust und groß genug, um von Zwergkrebsen nicht als Beute angesehen zu werden. Sie sind zudem exzellente Algenputzer und eine Bereicherung für jedes Krebsbecken.
Krebse untereinander
Zwergkrebse können in Gruppen gehalten werden, wenn genug Verstecke und Platz vorhanden sind. Als Faustregel gilt: Ein Paar pro 30 Liter und ausreichend Sichtschutz. Flusskrebse sind territorialer – hier sollte nur ein Tier pro Becken oder ein bewährtes Paar gehalten werden.
Ernährung – Was fressen Krebse und Krabben?
Krebse und Krabben sind in der Natur überwiegend Allesfresser mit einer Vorliebe für pflanzliche Kost. Im Aquarium sollten wir das nachbilden:
Stammfutter
- Spezielle Krebs-Pellets – sinkende Granulate mit hohem Pflanzenanteil (z. B. von Tetra, JBL, sera)
- Algentabs – für die pflanzliche Grundversorgung
- Gemüse – überbrühte Erbsen, Zucchini, Gurke, Spinat, Karotte (1–2 x pro Woche)
- Falllaub – Seemandelbaum-, Buchen- oder Eichenlaub – dient als Dauernahrung und stärkt das Immunsystem
Eiweißzusätze (1–2 x pro Woche)
- Frostfutter – Mückenlarven, Artemia, Daphnien
- Lebendfutter – Grindalwürmchen, Micro-Würmer
- Proteinhaltige Granulate – für die Häutung und Panzerbildung
Achtung: Überfütterung ist einer der häufigsten Fehler bei der Krebshaltung. Krebse fressen, solange Futter da ist, und neigen zu Fettleibigkeit. Biete nur so viel Futter, wie innerhalb von 2–3 Stunden gefressen wird. Nicht gefressene Reste nach 24 Stunden entfernen.
Kalkversorgung
Für eine gesunde Häutung und einen harten Panzer brauchen Krebse und Krabben ausreichend Kalzium. Biete an:
- Sepiaschale – Tintenfischschale, einfach ins Becken legen
- Kalziumreiche Futtertabs – speziell für Wirbellose
- Schneckenhäuser (leer) – natürliche Kalziumquelle
Die Häutung – Der gefährlichste Moment im Leben eines Krebses
Krebse und Krabben wachsen nicht kontinuierlich, sondern in Schüben – durch Häutung. Alle paar Wochen bis Monate platzt der alte Panzer auf, und das Tier schlüpft in einem weichen, vergrößerten Zustand heraus. In dieser Phase (Weichhäuterstadium) ist der Krebs extrem verletzlich: Er kann sich nicht verteidigen und wird von Artgenossen oder Fischen gefressen.
- Häufigkeit: Jungtiere alle 2–4 Wochen, ausgewachsene Tiere alle 6–12 Wochen
- Dauer des Weichhäuterstadiums: 1–3 Tage, bis der neue Panzer ausgehärtet ist
- Anzeichen einer bevorstehenden Häutung: Rückzug, Fressverweigerung, trübe Augen
- Den alten Panzer bitte nicht entfernen! Der Krebs frisst ihn auf, um Kalzium zurückzugewinnen.
Siehst du einen leeren Krebs-Panzer im Becken, denk nicht sofort das Schlimmste. Meist hat das Tier nur erfolgreich gehäutet und sitzt irgendwo versteckt im Weichhäuterstadium. Lass den alten Panzer mindestens 2–3 Tage im Wasser liegen – dein Krebs wird ihn als Kalziumquelle nutzen.
Nachzucht – So klappt's mit dem Nachwuchs
Die Nachzucht von Krebsen und Krabben ist bei den meisten hier vorgestellten Arten überraschend einfach und ein großer Spaß für Einsteiger.
Zwergkrebse züchten
Zwergkrebse sind relativ einfach zu züchten:
- Haltung eines Pärchens oder einer Gruppe in einem gut strukturierten Becken mit vielen Verstecken
- Nach der Paarung trägt das Weibchen die Eier 3–4 Wochen unter der Schwanzunterseite
- Aus den Eiern schlüpfen fertige Minikrebse, die sofort selbstständig sind
- Die Jungtiere können mit feinem Staubfutter (Micron, Liquizell) gefüttert werden
- Aufzucht im Gesellschaftsbecken möglich, wenn genug Verstecke vorhanden sind (Moos, Laub, feine Wurzeln)
Der besondere Fall: Marmorkrebse
Marmorkrebse vermehren sich parthenogenetisch – jedes Tier legt ohne Paarung befruchtete Eier. Das klingt praktisch, kann aber zur Plage werden. Bedenke vor der Anschaffung: Aus einem einzelnen Marmorkrebs werden schnell 100+. Sorge rechtzeitig für Abnehmer oder ein separates Aufzuchtbecken.
Vampirkrabben züchten
Die Nachzucht von Vampirkrabben ist etwas anspruchsvoller:
- Das Weibchen trägt die Eier 3–4 Wochen unter der Schwanzklappe
- Die Larven schlüpfen im Landteil des Paludariums und müssen ins Wasser gelangen
- Wichtig: Vampirkrabben haben eine marine Larvalphase! Die Larven brauchen Brackwasser (Salzgehalt ~1.010–1.015), sonst sterben sie. Erst nach der Metamorphose nach etwa 1–2 Monaten können die Jungtiere in Süßwasser umgesetzt werden.
- Die Aufzucht ist nichts für Anfänger – informiere dich vorab genau über die Brackwasserphase.
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Für die erfolgreiche Zucht von Krebsen und Krabben brauchst du spezielles Futter, Aufzuchtbecken und Zubehör.
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Auch wenn Krebse und Krabben robuste Tiere sind – hier lauern die typischsten Anfängerfehler:
❌ Fehler 1: Keine oder unzureichende Abdeckung
Wie bereits erwähnt: Krebse und Krabben sind Fluchtkünstler. Ohne dichte Abdeckung findest du deine Tiere früher oder später ausgetrocknet hinter dem Aquarium. Lösung: Glasabdeckung mit enganliegenden Kabeldurchführungen, alle Spalten mit Schwamm abdichten.
❌ Fehler 2: Überbesatz und fehlende Verstecke
Zu viele Krebse auf zu engem Raum führen zu Stress, Kannibalismus und verkümmerten Scheren. Lösung: Besatzdichte einhalten (ein Zwergkrebs-Paar pro 30 l) und mindestens eine Höhle pro Tier einrichten.
❌ Fehler 3: Zu starke Strömung
Krebse und Krabben sind keine Starkstrom-Schwimmer. Ein Filterauslass, der das ganze Becken durchpflügt, stresst die Tiere enorm. Lösung: Strömungsdämpfer oder Sprühleiste am Filterauslass, feinkörniger Filter für sanften Durchfluss.
❌ Fehler 4: Falsche Ernährung
Reine Fleischfütterung (nur Frostfutter, nur Granulate) führt zu Häutungsproblemen und Nährstoffmangel. Lösung: Abwechslungsreiche Kost mit hohem Pflanzenanteil (60–70 % pflanzlich, 30–40 % tierisch).
❌ Fehler 5: Keine Landmöglichkeit für Krabben
Vampirkrabben und viele andere Krabbenarten ertrinken ohne Landzugang. Lösung: Paludarium mit mindestens 50 % Landteil, flachen Wasserzonen und Klettersteigen aus Wurzeln.
❌ Fehler 6: Häutung nicht beachten
Den alten Panzer entfernen, Futter reduzieren oder das Tier während der Häutung stören – das kann tödlich enden. Lösung: Alten Panzer im Becken lassen, nicht füttern, Ruhe geben.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Sind Krebse und Krabben etwas für absolute Einsteiger?
Ja! Zwergkrebse (Red Fire, CPO) und Vampirkrabben eignen sich hervorragend für Anfänger. Sie sind robust, pflegeleicht und verzeihen den einen oder anderen Fehler. Flusskrebse sind eher etwas für Fortgeschrittene.
Kann ich Krebse mit Pflanzen halten?
Kommt auf die Krebsart an. Zwergkrebse lassen Pflanzen meist in Ruhe. Größere Flusskrebse (besonders Procambarus-Arten) knabbern gerne an weichen Pflanzen und können sie entwurzeln. Wähle robuste, schnellwachsende Pflanzen wie Javafarn, Anubias oder Hornkraut. Tipp: Binde Pflanzen an Wurzeln oder Steine fest, statt sie einzupflanzen.
Wie lange leben Krebse und Krabben?
Zwergkrebse werden 1,5–2,5 Jahre alt. Flusskrebse erreichen 3–5 Jahre. Vampirkrabben leben etwa 2–3 Jahre.
Muss ich Krebse einzeln halten?
Zwergkrebse können als Paar oder in Gruppen gehalten werden. Flusskrebse sind territorialer – hier ist Einzelhaltung die sicherere Wahl. Ein Männchen + zwei Weibchen funktioniert bei vielen Arten ebenfalls, wenn genug Platz und Verstecke vorhanden sind.
Fazit
Krebse und Krabben sind fantastische Aquarienbewohner, die mit ihrem einzigartigen Verhalten und ihrer oft atemberaubenden Färbung begeistern. Sie sind ideale Einstiegstiere für Aquarianer, die etwas Außergewöhnliches suchen, aber auch für erfahrene Halter eine Bereicherung.
Die drei wichtigsten Dinge, die du dir merken solltest:
- Sichere Abdeckung – Ausbruchschutz ist überlebenswichtig
- Viele Verstecke – Tonröhren, Wurzeln, Laub geben Sicherheit bei der Häutung
- Ausgewogene Ernährung – 60–70 % pflanzlich, mit regelmäßigen Eiweißgaben
Starte mit einem Paar Red Fire Zwergkrebse in einem gut strukturierten 30-Liter-Becken – und du wirst schnell verstehen, warum diese Panzertiere so viele Aquarianer in ihren Bann ziehen. Viel Erfolg bei deinem Einstieg in die faszinierende Welt der Krebse und Krabben!
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